Navigation überspringen

Tonerkartuschen - Recycling


Aufgabenstellung

Entsprechend der Richtlinie EU 2002/96/EC müssen Tonerkartuschen vor der eigentlichen
Behandlung in Recyclinganlagen aus den Druckern und Kopierern entnommen werden, denn der enthaltene Tonerstaub ist gesundheitsschädlich.Vor allem aber beim marktüblichen Reuse von Kartuschen entstehen nennenswerte Stückzahlen an Kartuschen, die aufgrund ihrer Bauweise oder Beschädigungen nicht wieder befüllt werden können.Üblicherweise werden Tonerkartuschen in Müllverbrennungsanlagen zerstört. Häufig gelangen sie aber auch in Aufbereitungsanlagen mit ungenügendem Explosionsschutz. Vor diesem Hintergrund entschied sich die URT Umwelt- und Recyclingtechnik GmbH in Karlstadt zur Entwicklung von Anlagenkonzepten zum Recyceln von Tonerkartuschen mit dem Ziel der sicheren Trennung des Tonerpulvers von den restlichen Fraktionen.

Mechanische Aufbereitung

Das hier beschriebene Anlagenkonzept ermöglicht eine automatische Entnahme des Tonerpulvers aus der Tonerkartusche. Dabei werden die Tonerkartuschen einzeln, durch einen Mitarbeiter in einen Zufuhrschacht aufgegeben. Die aufgegebenen Kartuschen werden anschließend einem Schleusensystem zugeführt. Danach werden die Kartuschen von einem Zerkleinerungsaggregat aufgebrochen, worauf eine Siebmaschine das Tonerpulver von den Kartuschenbestandteilen
trennt.

Explosionsschutz

Tonerstäube sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern vor allem auch explosiv. Schon während der Aufgabe und später während des Zerkleinerungsvorganges der Tonerkartuschen wird deshalb ein mineralisches Inertpulver in das System dosiert. Dieser Inertstoff verbindet sich sofort mit dem Tonerpulver und es entstehen Moleküle, die nicht mehr explosionsgefährlich sind. Mit der bereits erwähnten Siebtrennmaschine wird innerhalb der geschlossenen Anlage das Gemisch aus Tonerpulver und Inertstoff getrennt und in ein Sammelgebinde abgefüllt.
Dieser Effekt wurde durch ein europäisches Institut überprüft und bestätigt. Das Verfahren zur Explosionsunterdrückung bei der Behandlung von Tonerkartuschen wurde zum Patent angemeldet. Der verwendete Inertstoff ist äußerst preiswert und senkt somit die Betriebskosten im Vergleich zu einer Explosionsunterdrückung mit Stickstoff. Zusätzlich zum sekundären Explosionsschutz, der Beigabe des Inertpulvers, sind weitere Explosionsschutzeinrichtungen im System integriert. Explosionsdruckentlastungseinrichtungen, eine drucksteife Ausführung
und das Löschsystem bilden den tertiären Explosionsschutz.

  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung